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Schlangenlinien, Unfall, Flucht - Polizei fahndet nach Autoinsassen


Dass etwas nicht stimmt, wenn man mit Schlangenlinien über alle drei Fahrstreifen der Autobahn 45 fährt, das dachte sich auch ein 54-jähriger Autofahrer gestern Abend (16. April) und alarmierte die Polizei.

Um 21.40 Uhr wurde der Mann aus Lich auf einen vorausfahrenden Mercedes A-Klasse aufmerksam, der ca. 10 km vor der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord in Fahrtrichtung Frankfurt auffällig über alle drei Fahrstreifen schlingerte. Bei einem Überholmanöver hätte der Mercedes sogar fast einen LKW gerammt.

In Höhe der Verzögerungsspur zum Parkplatz Düwelsiepen, prallte das Auto gegen die rechtsseitige Schutzplanke. Von dort abgewiesen schleuderte es gegen einen Fahrbahntrenner mit zwei Verkehrsschildern und kippte Elchtest-ähnlich auf die Seite.

Drei Personen kletterten sodann aus dem Wrack und flüchteten zuerst in Richtung des Toilettenhäuschens, anschließend in Richtung Süden oder Westen.

Polizeibeamte, die wenig später eintrafen, fanden nur noch das Auto. Die Fahndung nach den Flüchtigen, auch mit Hilfe eines Hubschraubers, verlief ohne Erfolg. Dafür brachte die Durchsuchung des Wracks mehr Licht ins Dunkel: Neben einer leeren Flasche Whiskey, einer Crackpfeife, Kleidung und einem Handy, fanden sie einen Brief mit Personaldaten - mutmaßlich die eines Fahrzeuginsassen.

Diese Annahme betätigte sich kurz darauf: Als ein Anruf auf dem gefundenen Handy einging und die Polizeibeamten ihn entgegennahmen, meldete sich der 48-jährige Halter (Gronau) des Autos am anderen Ende. In diesem Gespräch erlangten die Polizeibeamten weitere Erkenntnisse über die drei Flüchtigen.

Bei dem Unfall entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 16.000 Euro. Der Mercedes wurde sichergestellt.

Die Ermittlungen dauern an.

Meldung vom 17.4.18 11:12

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Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 24. Mai 2018 BP

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